St. Nicolai-Gilde Petersdorf von 1399


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Vorwort

Chronik

Vorwort

für die Chronik zum
600-jährigen Jubiläum
der St.Nicolai-Gilde Petersdorf
auf Fehmarn von 1399


Die St. Nicolai Gilde Petersdorf auf Fehmarn von 1399 feiert heute ihr 600 – jähriges Bestehen und Gehört damit zu den ältesten Gilden der Bundesrepublik Deutschland.


In unser Chronik Haben wir in kurzen Sätzen die Gründung / Entstehen und Aktivitäten unser Gilde erfasst. Das Gildeprotokollbuch wird ab den29. Januar 1928 geführt, so dass wir für 70 Jahre schriftliche Aufzeichnungen vorliegen haben. Über die restliche Vorzeit – 530 Jahre – hat man zwar im Jahre 1928 eine Zusammenfassung unter dem Titel „ Aus der Vergangenheit für die Zukunft der St. Nicolai Gilde zu Petersdorf a.F.“ erstellt, aus der vielen Daten und Fakten ersichtlich sind. Ein Hinweis auf diese Quellenherkunft ist nicht vorhanden.

Auch bei unsern Besuch im Landesarchiv Schleswig – Holstein in Schleswig im Jahre1995 konnten wir weitere schriftliche Niederschreibungen / Quellen unserer Gilde nicht erhalten. Das Landesarchiv bestätigte uns mit Schreiben vom 13.02.1995 die urkundliche Erwähnung 1399 der St. Nicolai Gilde Petersdorf auf Fehmarn und verweist auf dänische Quellen.
Unsere Gilde, auch im Volksmund „Lütt Gill“ oder ;Arme Gilde“ genannt, kann auf ein 600-jähriges Bestehen hinweisen, das durch großes Zusammenhalten der Mitglieder in der Vergangenheit geprägt war.
Einige unsere Mitglieder gehören 60 -70 Jahre der Gilde an und verweisen immer gerne auf die Gildefeste früherer Jahre. Vor 2. und nach dem 2. Weltkrieg war das Gildefest ein Zauberwort aller Mitglieder. Wochenlang wurde sich auf das Fest gefreut. Für einen Tag unter Freunden Bekannten zu sein, war ein Glückgefühl besonderer Art. Vergessen wurde auf diesen Fest die wirtschaftlichen Sorgen, die schwere Arbeit. Frische Kraft wurde für die nächsten Wochen / Monate aufgetankt. Die beiden feststehenden Gildefeste im Jahr wurden von den Mitgliedern nicht ausgelassen und wie man immer wieder hört, trat man früh morgens den Heimweg wieder an. Im Jahre 1903 hatte die Gilde einen Mitgliederstand von 499 zu verzeichnen, heute weißt sie 200 Mitglieder aus. In einer schlechten Zeit ist natürlich der Zusammenhalt unter Menschen intensiver. Der Wohlstand bringt es allgemein mit sich, dass Menschen heute schwer für eine Mitgliedschaft in der Gilde oder einem Verein zu gewinnen sind.

Die Gilden, der Vereine sollten ihre Hauptaufgabe darin sehen, die Verbindungen von Mensch zu Mensch fester zu gestalten und diese Aufgabe nicht aus den Augen zu verlieren. Die Vereinsamung älterer Menschen wird immer mehr ein größeres Problem, dem ist entgegenzuwirken.

Möge diese Chronik mit den Aufzeichnungen und mit den Bildern dazu beitragen, dass die Gildemitglieder immer wieder aus der Vergangenheit neue Kraft für die Zukunft schöpfen, so dass unsere Gilde weiter wachse, blühe und gedeihe.

Hans-Joachim Mandel
1. Ältermann

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Aktualisiert am 10 Jan 2018
Datum:

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